Für welchen Beruf eignet sich eine BUV?

 

Generell kann man sagen, dass jeder eine BUV haben sollte. Bestimmte Berufe allerdings werden
entweder gar nicht erst versichert oder müssen auf anderen Wegen abgesichert werden. Einige
Berufsgruppen sind von der BU stärker betroffen, andere wieder weniger und so sind auch die
Möglichkeiten der Absicherung in bestimmten Bereichen eingeschränkt.

Welches Risiko bei welchen Berufen

Das höchste Risiko einer Berufsunfähigkeit liegt nach Studien bei Handwerkern und auch
Bauarbeitern. Hier liegt der Anteil bei ungefähr 67 Prozent. Das krasse Gegenteil sind die
akademischen Berufe, hier liegt der Anteil lediglich bei 6 bis 9 Prozent. Die Berufe werden in vier
verschiedene Berufsgruppen eingeteilt. Die Gruppe eins steht für ein geringes Berufsrisiko. Hier
handelt es sich meist um hochqualifizierte Berufe mit geistiger und sitzender Tätigkeit. Dazu gehören unter anderem Architekten, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. Die Gruppe zwei der BUV dagegen steht für ein normales Berufsrisiko. Hier sind kaufmännische und sonstige Tätigkeiten gemeint, die mit sitzender und leichter körperlicher Arbeit verbunden sind. Dazu gehören zum Beispiel kaufmännische Angestellte, Bankkaufmann, Beamte oder Programmierer. Ein erhöhtes Berufsrisiko
findet man in der Gruppe 3 bei Erziehern, Friseuren, Verkäufern und so weiter, die auch ab und
an anstrengende körperliche Arbeiten durchführen, oder in einem gefährlichen oder stressigen
Arbeitsumfeld arbeiten. Die Gruppe mit dem höchsten Berufsrisiko in der BUV ist die Gruppe vier.
Hier sind alle Berufe eingeschlossen, die vorwiegend körperlich arbeiten und das bei anstrengenden
und auch stressigen Tätigkeiten. Hierzu gehören vorwiegend Altenpfleger, Berufssoldaten, Polizisten
und Elektriker.

Beitragssätze der BUV dem Risiko angepasst

Natürlich passen die Versicherungen die Beiträge der Berufsunfähigkeitsversicherung auch der
entsprechenden Gefahrengruppe an. In einigen Fällen wird die Berufsunfähigkeitsversicherung
dadurch fast unbezahlbar. Auch verweigern die Versicherer dann gerne die Aufnahme in die
Versicherung oder verlangen zusätzlich hohe Risikoaufschläge. Man muss dazu wissen, dass hier
jeder Versicherer andere Grundlagen zur Bewertung verwendet und man sich deshalb vorher genau
bei den verschiedenen Versicherungen informieren sollte.



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