Bausparvertrag - Schlüssel zum Erfolg?

 

Wer meint Bausparen sei von gestern und eine verstaubte Möglichkeit zur eigenen Wohnung oder zum eigenen Haus zu kommen, der irrt. Der Bausparvertrag ist heute moderner denn je.

Was aber ist Bausparen und warum ist der Bausparvertrag so beliebt?

Bausparen ist nichts anderes, als gemeinsam zu sparen, um das Ziel des Wohneigentums zu verwirklichen. Nach dem Zweiten Weltkrieg musten sich die Menschen mit Wohnraum versorgen. So begannen sich 1948, Bausparkassen zu gründen. 1973 wurde ein Gesetz verabschiedet, durch welches die Bausparkassen erstmals über eine einheitliche Rechtsprechung verfügten. Der Bausparvertrag wurde einheitlich. Das Gesetz wurde 1991 überarbeitet und auch der Bausparvertrag wurde dem Europäischen Binnenmarkt angepasst. Bausparer werden in Deutschland staatlich gefördert. Das kann in Form einer Wohnungsbauprämie oder einer staatlichen Förderung erfolgen. Auch als Geldanlage ist der Bausparvertrag mittlerweile anerkannt. Der Arbeitnehmer, der nicht mehr als 25.600 Euro (wenn er alleinstehend ist) oder 51.200 Euro (als Verheirateter) und einen Bausparvertrag abgeschlossen hat, bekommt eine Förderung vom Staat. Diese beträgt 1.024 Euro für Verheirateten und 512 Euro für Alleinstehende. So kommt auch der Arbeitnehmer mit einem geringeren Einkommen über die vermögenswirksamen Leistungen schneller zu einem kleinen Vermögen, zu einer Eigentumswohnung oder zu dem ersehnten Häuschen.

Wie funktioniert Bausparen

Anhand eines kleinen Beispiels soll die Methode des Bausparens erläutert werden. Zehn Freunde möchten bauen. Sie verfügen aber über kein Eigenkapital. Sie errechnen, wie viel das jeweilige Haus kosten soll und legen fest, zehn Prozent der zu erwartenden Erwerbskosten im Jahr zu sparen. Sie schließen einen Bausparvertrag ab. Nach dem ersten Jahr hat sich genug Kapital angesammelt, dass der Erste sein Haus bauen kann. Die anderen neun zahlen weiter ein. Der Freund, der bereits gebaut hat, zahlt seine zehn Prozent jetzt als Tilgung seines Darlehens ein. So besteht für den zweiten Sparer bereits im zweiten Jahr die Möglichkeit, durch Zuteilung des erforderlichen Kapitals sein Haus zu bauen. Im dritten Jahr kann der Dritte die Zuteilung erhalten und so fort. In der Realität sieht es dennoch etwas anders aus, da es keine so einfachen Bausparvereine gibt.



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